
- Tiefster See Österreichs mit Wänden bis über 100 Meter
- Friert nicht zu – ganzjährig befahrbar
- Beste Sicht im Herbst und Winter
- Viele Plätze am Ostufer nur mit dem Boot erreichbar
- Gleiche Boots-Regeln wie am Attersee (Oö. Seen-Verkehrsverordnung)
Steckbrief
| Fläche | 24,35 km² |
| Größte Tiefe | 191 m – tiefster See Österreichs |
| Mittlere Tiefe | 95 m |
| Sichttiefe | im Sommer im Schnitt knapp 7 m, im Frühsommer zeitweise nur 3 m; im Herbst und Winter laut Tauchern bis 20 m |
| Wassertemperatur | an der Oberfläche etwa 4 bis 22 °C |
| Eigentümer | Österreichische Bundesforste |
| Eignung für ROVs | gut – vor allem Herbst und Winter, viele Ziele nur per Boot |
Was du unter Wasser siehst
- „Madonna“ (1,5 km südlich von Traunkirchen): ein Plateau in etwa 20 Metern, danach eine Wand bis rund 120 Meter.
- Hausriff Traunkirchen: Ein mit Zebramuscheln bewachsenes VW-Bus-Wrack, eine Wand mit Süßwasserschwämmen und Aale bei der Klosterwiese.
- Löwendenkmal (zwischen Ebensee und Traunkirchen): eine Wand bis etwa 120 Meter.
- Ostufer, nur per Boot: die Wand unter dem Traunstein (Miesweg), der Weiße Steinbruch mit einer 160-Meter-Wand, ein versunkenes Arbeitsboot in 20 Metern bei der Eisenau, ein Unterwasserportal in der Fledermausbucht und eine Grotte am Hundsgraben.
Übrigens: Das berühmte Flugzeugwrack, eine P-47 Thunderbolt aus dem Mai 1945, wurde 2006 geborgen – du findest es also nicht mehr im See.

Wo du starten kannst
Vom Ufer aus startest du am besten am Westufer rund um Traunkirchen: beim Seehotel „Das Traunsee“ (mit Trainingsplattform in 5 Metern), bei der „Madonna“ und beim Löwendenkmal. Die spektakulären Wände am Ostufer erreichst du nur mit dem Boot – zum Beispiel über eine Tauchbasis.
Regeln und Rücksicht
- Boote: Es gilt die Oö. Seen-Verkehrsverordnung – Verbrennungsmotoren-Verbot im Juli und August, Nachtfahrverbot und Uferschutzzonen.
- Schutzgebiete: Die Orter Bucht und Hollereck stehen unter Schutz, der See ist Natura-2000-Gebiet. Bleib dort am besten an Land.
- Fischerei: 52 Fischereirechte, die Bundesforste vergeben Angelkarten. Achte auf Netze und Angler.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in Österreich keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Gemeinde, den Österreichischen Bundesforsten oder den Fischereiberechtigten nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
- Für die großen Wände brauchst du Kabel: Mit 100 Metern kommst du an der Madonna gut an die Kante und ein Stück die Wand hinunter.
- Plane deinen Besuch für Herbst oder Winter – dann ist die Sicht deutlich besser als im Mai und Juni.
- Im Winter ist das Wasser kalt: Akkus warm halten und mit Reserve planen.
- Am VW-Bus-Wrack: Abstand halten, damit die Propeller keine Muscheln oder Sediment aufwirbeln.
Warst du schon mit deiner Drohne am Traunsee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist am Traunsee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.