
- Bis 151 Meter tief, im Schnitt über 100 Meter
- Oft klares Wasser, weil der kühle See langsamer Algen bildet
- Unterwasser-Felswände und mehrere Wracks, darunter das Lediwrack in rund 30 Metern
- Selten über 20 °C – für Taucher anspruchsvoll, für Drohnen ein Akku-Thema
- Tauchverbot im Umkreis von 100 m um Kursschiff-Landestellen
Steckbrief
| Fläche | 24 km² |
| Seehöhe | 419 m ü. M. |
| Größte Tiefe | 151 m |
| Mittlere Tiefe | rund 105 m |
| Sichtweite | oft klar; Secchi-Messungen bei Murg ergaben im Mittel rund 4 m (1976–2010) |
| Wassertemperatur | im Sommer selten über 20 °C, einige Grad kälter als benachbarte Seen |
| Eigentümer | Hoheit bei den Kantonen St. Gallen und Glarus |
| Eignung für ROVs | gut – Wände und Wracks direkt vom Ufer, aber tief, kalt und für Kabel anspruchsvoll |
Was du unter Wasser siehst
Der Walensee ist bei Sporttauchern wegen seines oft klaren Wassers beliebt. Viele Plätze fallen steil ab – mit der Drohne kommst du dorthin, wo Taucher an ihre Grenzen stoßen.
- Lediwrack bei Mols: Das bekannteste Wrack des Sees: ein Lastschiff (Ledi), das zwischen Mols und Walenstadt in rund 30 Metern Tiefe liegt.
- Broder (Mols): Felsüberhänge mit Muscheln, Schlickbänke und allerhand Kuriositäten: ein kleines Boot, eine Badewanne, eine kleine Kanone und weiter unten angeblich ein altes Auto. Die ersten Ziele liegen schon in 14 bis 16 Metern, der Platz geht bis etwa 40 Meter. Oft siehst du große Schwärme von Zandern und Hechte.
- Betlis, Tunnel 1 und 2: Am Nordufer unter den Churfirsten: mehrere Tunnel, darunter Kalksteinwände, die bis etwa 80 Meter abfallen.
- Surfmole Weesen: Steiniger Grund, der mit rund 45 Grad bis auf 25 Meter abfällt, danach Schlick. Bei Tauchschulen ein Übungsplatz – für dich ein guter Ort zum Testen.

Wo du starten kannst
Einige Einstiege sind in Taucherführern beschrieben:
- Broder, Mols: A3 Ausfahrt Mühlehorn, weiter Richtung Mols. Rund 20 Meter nach der Ortstafel Mols rechts parken, die Hauptstraße überqueren, unter der Bahnbrücke durch und über einen kleinen Kiesweg zum Wasser.
- Surfmole Weesen: Am westlichen Seeende in Weesen.
Das Nordufer zwischen Weesen und Walenstadt ist über weite Strecken steil und kaum mit dem Auto erreichbar. Viele Plätze dort, etwa bei Betlis, sind eher etwas für Boote. In Mols gibt es eine Tauchbasis, die bei Fragen zu Einstiegen weiterhelfen kann.
Regeln und Rücksicht
- Tauchverbote (BSV): Nach Art. 77 Abs. 3 der Binnenschifffahrtsverordnung ist Sporttauchen bei Hafeneinfahrten, in der Nähe zugelassener Liegeplätze, im Umkreis von 100 m um Landestellen der Kursschiffe, auf den Fahrlinien der Kursschiffe und in engem Fahrwasser verboten. Für Drohnen gibt es keine eigene Regel – meide diese Zonen trotzdem.
- Schifffahrt: Für Zürichsee und Walensee gilt eine gemeinsame interkantonale Schifffahrtsvereinbarung. Im Sommerhalbjahr fahren drei Kursschiffe, dazu eine Fähre. In der Seebucht Weesen, im Hafenbecken Walenstadt und im Umkreis von 150 m um Kursschiff-Stege sind etwa Surfbretter verboten – dort ist mit Verkehr zu rechnen.
- Tauchflagge: Taucher setzen die Flagge „A“ (blau-weiß). Für Drohnen ist sie nicht vorgeschrieben, macht dich aber für Boote sichtbar.
- Gelände: Der steil abfallende Grund und das kalte Wasser machen den See für Taucher anspruchsvoll. Für dich heißt das: Kabel sichern, Tiefe im Blick behalten.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in der Schweiz keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Seepolizei, den Schifffahrtsämtern der Kantone St. Gallen und Glarus oder der Gemeinde nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
- Starte an der Surfmole Weesen oder in Broder in 14 bis 16 Metern, bevor du an die tiefen Wände gehst.
- Prüfe die Tiefenfreigabe deiner Drohne: Viele Wände reichen tiefer als 100 Meter.
- Das kalte Wasser kostet Akkuleistung. Plane eine Reserve ein.
- Wichtig an Wänden: Kabel nicht über scharfe Kalkkanten und Muschelbänke ziehen.
Warst du schon mit deiner Drohne am Walensee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
- Wikipedia: Walensee
- Wikipedia (en): Walensee
- Kanton Schwyz: Gewässerzustand von Zürichsee, Zürichobersee und Walensee
- Interkantonale Vereinbarung über die Schifffahrt auf dem Zürichsee und dem Walensee
- Kanton Tessin: Faltblatt Sicher auf dem See (Verweis Art. 77 Abs. 3 BSV)
- Kanton St. Gallen: Tauchen
- taucher.net: Broder, Mols – Walensee
- kohmann.ch: Tauchplätze
Ist am Walensee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.