Ratgeber · Einsteiger

Akkupflege: So hält deine Drohne viele Tauchgänge durch

Der Akku ist das Verschleißteil Nummer eins. Mit ein paar einfachen Regeln der Hersteller hält er deutlich länger – auch über den Winter.

6 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von der Unterwasserpilot-Redaktion
Drohne, Kabeltrommel und Fernsteuerung am Strand
Vor dem Tauchgang: Akku geladen, Kabel bereit · Bild: QYSEA

In fast jeder Unterwasserdrohne steckt ein Lithium-Akku. Er ist leistungsstark, aber empfindlich: Wer ihn falsch lädt oder monatelang leer im Keller liegen lässt, verliert Laufzeit – im schlimmsten Fall für immer. Die gute Nachricht: Die Hersteller geben klare Regeln vor, und die sind leicht einzuhalten.

Warum Akkupflege so wichtig ist

Ein Akku hält nur eine begrenzte Zahl an Ladezyklen. QYSEA nennt für seine Drohnen 300 bis 500 Zyklen, Chasing für die Dory mindestens 300. Gleichzeitig ist der Akku bei QYSEA nur 6 Monate oder 200 Zyklen von der Garantie abgedeckt. Jede vermeidbare Belastung kostet dich also bares Geld.

Richtig laden

  • Original-Ladegerät verwenden. So stimmt die Ladespannung garantiert.
  • Nicht leer fahren. Chasing empfiehlt für die M2-Reihe, unter 25 Prozent Akku nicht mehr zu tauchen. Das schont den Akku und sichert dir genug Reserve für den Rückweg.
  • Ladezeit einplanen. Die Gladius Mini S braucht laut Chasing rund 3,5 Stunden, die M2 S etwa 2,5 Stunden.
  • Nicht in der Kälte oder Hitze laden. Die Betriebstemperatur liegt bei Chasing zwischen −10 und 45 °C. Lade am besten bei Zimmertemperatur.
Transportkoffer von Chasing
Gut gepolstert und trocken: Drohne und Akkus im Koffer lagern · Bild: Chasing

Lagern und überwintern

Hier passieren die meisten Fehler. Die Hersteller sind sich einig: Nie voll und nie leer einlagern.

HerstellerLadestand zum LagernNachladen
QYSEA (FIFISH)50–60 %alle 90 Tage einmal voll laden und wieder entladen
Chasing (M2-Reihe)50–70 %regelmäßig nachladen

Für den Winter heißt das: Drohne nach dem letzten Tauchgang reinigen und trocknen, Akku auf etwa die Hälfte bringen, kühl, trocken und frostfrei lagern – und dir einen Termin im Kalender eintragen, um nach spätestens drei Monaten nachzuladen.

Nach dem Tauchgang

Zur Akkupflege gehört auch die Pflege der Drohne selbst, denn Wasser und Sand setzen Motoren und Dichtungen zu:

  • Mit Süßwasser spülen: Chasing empfiehlt, Motoren und Propeller nach jedem Einsatz mit klarem Wasser zu reinigen. Nach dem Meer die Drohne laut Chasing eine Stunde in Süßwasser legen und danach die Motoren rund zehn Minuten laufen lassen.
  • Motoren prüfen: QYSEA rät, Schmutz aus den Motoren zu entfernen und beschädigte Propeller zu tauschen.
  • Anschlüsse trocknen: Wassertropfen am Kabelanschluss abwischen und den Dichtring (O-Ring) auf Risse prüfen.
  • Firmware aktuell halten: Updates verbessern oft auch das Akku-Management.

Checkliste zum Ausdrucken

  • Nicht unter 25 % tauchen
  • Bei Zimmertemperatur laden
  • Nach Salzwasser: Süßwasserbad und Motoren kurz laufen lassen
  • Zum Lagern auf 50–60 % laden
  • Spätestens alle 3 Monate nachladen
  • Kühl, trocken, frostfrei aufbewahren
Praxistipp zum Schluss

Notiere dir bei jedem Tauchgang kurz die Laufzeit. Wenn die Werte über die Monate deutlich sinken, merkst du früh, dass der Akku nachlässt – und kannst rechtzeitig Ersatz besorgen, bevor er dich mitten im See im Stich lässt.

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