Tauchorte · Kärnten

Wörthersee mit der Unterwasserdrohne: warmes Wasser, viel Verkehr

Türkises Wasser und Badewannen-Temperaturen: Der Wörthersee ist im Sommer ein Hotspot. Für deine Drohne heißt das: viel Bootsverkehr, wenig öffentliches Ufer – und die beste Sicht unter der Sprungschicht.

5 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von der Unterwasserpilot-Redaktion
Blick von der Niederen Gloriette in Pörtschach auf den Wörthersee
Blick von der Niederen Gloriette in Pörtschach auf den Wörthersee · Bild: Johann Jaritz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Auf einen Blick
  • Im Sommer sehr warm – angenehm für Akku und Technik
  • Viel Bootsverkehr: Motorboote müssen 200 Meter Abstand zum Ufer halten
  • Ufer großteils privat – Einstiege meist über Strandbäder
  • Beste Sicht unterhalb der Sprungschicht in etwa 20 Metern
  • Für Tauchen und Drohnen keine eigenen Regeln bekannt

Steckbrief

Fläche19,39 km²
Größte Tiefe85,2 m
Mittlere Tiefe41,9 m
Sichttiefeim Sommer an der Oberfläche eher trüb, unter der Sprungschicht (ca. 20 m) besser
Wassertemperaturvon Ende Juni bis September über 20 °C, teils über 25 °C
EigentümerSeegrund: Österreichische Bundesforste; Ufer großteils privat
Eignung für ROVsmittel – schönes Revier, aber wenig öffentlicher Zugang und viel Verkehr

Was du unter Wasser siehst

Taucher beschreiben am Wörthersee Steilwände, Felslandschaften und die deutlich sichtbare Sprungschicht, unter der das Wasser plötzlich klarer und kälter wird. Bekannte, gut dokumentierte Wracks gibt es kaum. Die türkise Farbe des Sees kommt übrigens von ausfallendem Kalk – das macht die Sicht nahe der Oberfläche im Sommer oft milchig.

Die Schlangeninsel bei Pörtschach am Wörthersee
Die Schlangeninsel bei Pörtschach am Wörthersee · Bild: Johann Jaritz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 AT

Wo du starten kannst

Ein bekannter Einstieg liegt in Pritschitz am Nordufer (Pörtschach), direkt neben einem öffentlichen Badeplatz. Weitere Einstiege gibt es am Südufer. Weil das Ufer fast überall privat ist, startest du meist aus einem Strandbad – dort gelten die Hausregeln und oft ein Eintritt. Frag am besten kurz beim Personal nach, ob du die Drohne einsetzen darfst.

Regeln und Rücksicht

  • Boote: Motorboote müssen außer zum Anlegen mindestens 200 Meter Abstand zum Ufer halten. In der Uferzone gilt Tempo 10, auf dem See tagsüber 50 und nachts 25 km/h. Badebereiche haben 15 bis 40 Meter Sperrzonen für die Schifffahrt.
  • Berufsfischer: Ihre Netze sind mit weißen Bällen oder Fahnen markiert und haben Vorrang – halte großen Abstand.
  • Schutzgebiete: Rund um den See gibt es neun Landschafts- und Naturschutzgebiete mit über 1.600 Hektar.
  • Regeln speziell zum Tauchen oder zu Drohnen haben wir in den offiziellen Verordnungen nicht gefunden.
Wichtig

Für Unterwasserdrohnen gibt es in Österreich keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Gemeinde, den Österreichischen Bundesforsten oder den Fischereiberechtigten nach. Stand: Oktober 2026.

Tipps für deine Drohne

  • Fliege früh am Morgen oder in der Nebensaison – dann ist weniger los, und Boote stören kaum.
  • Geh mit der Drohne zügig unter die Sprungschicht: Dort wird die Sicht deutlich besser.
  • Bleib nah am Ufer und im Bereich deines Einstiegs, damit dein Kabel nicht in die Bootsroute treibt.
Praxistipp zum Schluss

Warst du schon mit deiner Drohne am Wörthersee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.

Ist am Wörthersee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.

Weitere Seen in Österreich