
- Der See liegt zum größten Teil im Nationalpark Berchtesgaden
- Die Nationalparkverordnung verbietet, die Gewässer mit Booten, Fahrzeugen und Schwimmkörpern aller Art zu befahren – und Tauchübungen
- Erlaubt sind nur die Elektroboote und Mietruderboote der Königssee-Schifffahrt
- Eine Unterwasserdrohne ist ohne Genehmigung der Nationalparkverwaltung hier nicht drin
- Unsere Empfehlung: den See vom Schiff aus genießen und mit der Drohne an den Walchensee oder Starnberger See fahren
Steckbrief
| Fläche | rund 5,2 km² |
| Seehöhe | 603 m |
| Größte Tiefe | 190 m |
| Mittlere Tiefe | rund 98 m |
| Schutzstatus | Nationalpark Berchtesgaden (größter Teil des Sees) |
| Eigentümer | Freistaat Bayern |
| Eignung für ROVs | nein – Befahren mit Schwimmkörpern aller Art und Tauchübungen sind im Nationalpark verboten |
Was du unter Wasser siehst
Der Königssee gilt als einer der saubersten Seen Deutschlands. Er ist nährstoffarm und hat Trinkwasserqualität.
- Felswände und Tiefe: Der See ist rund 7,7 km lang und bis zu 190 m tief. Die Ufer fallen an vielen Stellen steil ab – unter Wasser setzt sich die Bergkulisse fort.
- Fische: Im See leben viele Forellen und Saiblinge. Ein Berufsfischer befischt ihn bis heute.
- Der VW Käfer: Seit Januar 1964 liegt ein VW Käfer auf dem Grund. Gefunden wurde er in etwa 130 m Tiefe – weit jenseits dessen, was eine Hobbydrohne erreicht.

Wo du starten kannst
Einen legalen Einstieg für deine Drohne gibt es nicht.
- Schönau, Seelände: Hier legen die Elektroboote nach St. Bartholomä und Salet ab. Die längste Fahrt dauert etwa zwei Stunden. Ruderboote kannst du bei der Königssee-Schifffahrt mieten.
Vom Ufer und vom Boot aus siehst du bei ruhigem Wetter erstaunlich tief in das klare Wasser – ganz ohne Drohne.
Regeln und Rücksicht
- Nationalpark: Der größte Teil des Königssees liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Es gilt die Verordnung über den Alpen- und den Nationalpark Berchtesgaden.
- Verbot von Booten und Schwimmkörpern: § 9 der Verordnung verbietet, die Gewässer mit Booten, Fahrzeugen und Schwimmkörpern aller Art zu befahren sowie sportliche oder organisierte Tauchübungen durchzuführen. Ausgenommen sind nur die Elektroboote der Schifffahrt Königssee und bis zu 50 Mietruderboote. Verstöße können ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro kosten.
- Fischerei: Der See wird von einem Berufsfischer bewirtschaftet. Auch das ist in der Verordnung als Ausnahme geregelt.
- Was heißt das für ROVs?: Eine eigene Regel für Unterwasserdrohnen gibt es nicht. Eine Drohne, die an der Oberfläche fährt und abtaucht, ist aber nach unserer Einschätzung ein Schwimmkörper im Sinne der Verordnung. Ohne ausdrückliche Genehmigung der Nationalparkverwaltung solltest du hier nicht fliegen.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in Deutschland keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden oder beim Landratsamt Berchtesgadener Land nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
- Tiefe, klare Steilwände ohne Motorbootverkehr findest du am Walchensee – mit vielen bekannten Tauchplätzen.
- Der Starnberger See ist von München aus schnell erreichbar und eine weitere Alternative für deine Drohne.
- Wenn du am Königssee filmen willst, etwa für ein Forschungs- oder Filmprojekt: Frag bei der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden nach einer Ausnahmegenehmigung.
Warst du schon mit deiner Drohne am Königssee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist am Königssee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.