Unterwasserdrohne unter 1.000 Euro: Die besten Modelle 2026
Eine Unterwasserdrohne muss nicht 2.000 Euro kosten. Wir zeigen, welche Modelle du unter 1.000 Euro bekommst, was sie können – und wann es sich lohnt, etwas mehr auszugeben.
Die Chasing Dory ist die bekannteste Unterwasserdrohne unter 1.000 Euro · Bild: Hersteller
Wer eine Unterwasserdrohne günstig kaufen will, merkt schnell: Unter 1.000 Euro wird die Auswahl dünn. Die beliebten Hobbymodelle mit 4K-Kamera und 100 Meter Tauchtiefe starten bei rund 1.260 Euro. Darunter gibt es von den großen Herstellern nur wenige Geräte – und die sind entweder klein und auf flaches Wasser beschränkt oder speziell fürs Angeln gebaut. Hier ist der ehrliche Überblick, damit du dein Geld nicht in die falsche Drohne steckst.
Das Wichtigste in Kürze
Für Badesee und Urlaub: Chasing Dory – klein, leicht, ca. 600 US-Dollar, aber nur 15 m Tiefe.
Für Angler: Chasing F1 und F1 Pro – Fischfinder-Drohnen mit GPS und Kamera an der Kabelrolle.
Unser Tipp: Wer 4K und 100 m Tiefe will, legt etwas drauf und nimmt die Chasing Gladius Mini S – oder kauft gebraucht.
Transparenz: Noten vergeben wir nur für klassische Unterwasserdrohnen; sie beruhen auf den Herstellerangaben und unserem Bewertungsschema. Einen eigenen Praxistest im Wasser haben wir mit diesen Modellen noch nicht gemacht. Preise: Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Dollar-Preise aus Herstellershops sind grob in Euro und Franken umgerechnet.
Was du unter 1.000 Euro erwarten kannst
Die Grenze von 1.000 Euro trennt im Moment ziemlich klar zwei Welten. Oberhalb liegt die Hobby-Mittelklasse mit 4K, langen Kabeln und hellem Licht – etwa die Gladius Mini S und die FIFISH V-EVO. Unterhalb findest du drei Arten von Angeboten:
Mini-Drohnen für flaches Wasser: wenige Meter Kabel, Full HD, wenig Licht. Das bekannteste Beispiel ist die Chasing Dory.
Fischfinder-Drohnen: Sie fahren an der Wasseroberfläche und lassen eine Kamera an einer automatischen Kabelrolle hinab. Gemacht für Angler, nicht für freies Tauchen.
Gebrauchte Mittelklasse: Ältere oder gebrauchte 4K-Modelle rutschen auf dem Gebrauchtmarkt teils unter die 1.000-Euro-Grenze.
Bei Billig-Angeboten unbekannter Marken auf Marktplätzen solltest du vorsichtig sein: Ohne Händler im deutschsprachigen Raum wird jede Reparatur und jeder Garantiefall schwierig. Wir beschränken uns deshalb auf Modelle bekannter Hersteller mit nachvollziehbaren Datenblättern.
Die Fischfinder-Drohnen bewerten wir nicht nach unserem Schema, weil sie anders arbeiten als klassische Unterwasserdrohnen: Der Rumpf bleibt an der Oberfläche, nur die Kamera taucht ab. Ein Notenvergleich mit Dory oder Gladius wäre deshalb unfair.
Die Modelle im Detail
Einstieg
Chasing Dory
Bild: Hersteller
Note4,1ausreichend
Die kleinste und günstigste Unterwasserdrohne von Chasing: 1,1 Kilogramm, 247 × 188 × 92 Millimeter, gesteuert per App über eine WLAN-Boje. Sie taucht bis 15 Meter, filmt in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde und hat zwei Lampen mit je 250 Lumen. Der fest eingebaute Akku hält bis zu 60 Minuten. Praktisch sind die Tiefen-Halte-Funktion und die Doppelsteuerung, bei der eine Person fährt und eine zweite filmt.
Für ruhige, klare Buchten im Urlaub, den Badesee oder einen Blick unter den Steg reicht das. Für tiefere Seen, trübes Wasser oder Strömung ist die Dory zu schwach. Alle Details stehen in unserem Testbericht zur Chasing Dory.
Pro
Sehr leicht und kompakt
Günstigster Einstieg
Tiefen-Halten, Doppelsteuerung
Contra
Nur 15 m Tiefe und Kabel
Full HD, wenig Licht
Kaum im Handel in D-A-CH
ca. 600 US-$ (Herstellershop)umgerechnet ca. 510 € · Schweiz: umgerechnet ca. 480 CHFBei Amazon ansehen
Die F1 ist keine klassische Unterwasserdrohne, sondern eine Fischfinder-Drohne. Ein Rumpf mit vier Antrieben fährt per App über das Wasser, eine Kameraeinheit wird an einer automatischen Kabelrolle hinabgelassen – laut Chasing bis 20 Meter Arbeitstiefe; einige Händler führen auch eine Version für 28 Meter. Die Kamera filmt in Full HD und hat eine Infrarot-Nachtsicht mit rund einem Meter Sichtweite im Dunkeln. Per GPS kannst du Angelplätze speichern, automatisch anfahren und die Drohne auf Knopfdruck zurückholen.
Stark ist die Laufzeit: Der 4.800-mAh-Akku hält laut Hersteller 4 bis 6 Stunden und lässt sich wechseln. Die WLAN-Reichweite gibt Chasing mit 30 Metern an. Chasing nennt Einsätze am See, vom Boot und beim Eisangeln, bei Temperaturen von −10 bis 45 °C.
Pro
4–6 h Laufzeit, Akku wechselbar
GPS mit automatischer Rückkehr
Infrarot-Nachtsicht
Contra
Kein freies Tauchen
Nur Full HD
WLAN-Reichweite nur ca. 30 m
ab ca. 685 €EU-Handel · USA: ca. 600 US-$ · Schweiz: keine AngabeBei Amazon ansehen
Für Angler
Chasing F1 Pro
Die Weiterentwicklung der F1 verkauft Chasing inzwischen unter der Marke CanFish. Das Prinzip bleibt gleich: Rumpf an der Oberfläche, Kamera an der automatischen Kabelrolle bis rund 20 Meter. Neu ist die um 360 Grad drehbare Kamera mit Sony-STARVIS-Sensor und 164,6° Sichtfeld, dazu sechs gelbe LED-Leuchten. Die Laufzeit liegt laut Hersteller bei 4 bis 6 Stunden, die WLAN-Reichweite bei 30 bis 60 Metern. GPS mit Rückkehrfunktion ist an Bord, und auf Wunsch lässt sich ein Echolot wie das Deeper montieren.
Pro
360° drehbare Kamera
4–6 h Laufzeit, GPS
Halterung für Echolot
Contra
Kein freies Tauchen
Nur Full HD
Bei Händlern in D-A-CH kaum gelistet
ca. 700 US-$ (Herstellershop)umgerechnet ca. 600 € · Schweiz: umgerechnet ca. 560 CHFBei Amazon ansehen
Knapp drüber
Chasing Gladius Mini S
Bild: Hersteller
SpartippNote2,5gut
Streng genommen liegt sie über dem Budget – aber sie ist der Grund, warum wir dir die Dory nur eingeschränkt empfehlen. Die Gladius Mini S ist der günstigste Weg zu 4K und 100 Meter Tauchtiefe: Kabel mit 100 oder 200 Metern, zwei Lampen mit je 1.200 Lumen, bis zu 4 Stunden Laufzeit und eine Fernsteuerung mit HDMI-Ausgang. Im Herstellershop kostet das 100-Meter-Paket 1.299 US-Dollar, im deutschen Handel gibt es sie ab rund 1.260 Euro.
Pro
4K und 100 m Tiefe
Bis zu 4 h Laufzeit
Fernsteuerung mit HDMI
Contra
Über 1.000 Euro
In der Schweiz kaum erhältlich
ab ca. 1.260 €Preisspanne im Handel · Schweiz: derzeit kaum lieferbarBei Amazon ansehen
Wer 4K und 100 Meter Tiefe will, aber keine 1.260 Euro ausgeben kann, sollte sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Auf Kleinanzeigen, Willhaben oder Ricardo tauchen immer wieder ältere Chasing- und FIFISH-Modelle auf. Feste Preise können wir hier nicht nennen – sie hängen stark von Modell, Zustand, Kabellänge und Zubehör ab. Prüf vor allem Akku, Kabel, Propeller und Dichtungen, und frag nach der Rechnung, falls noch Garantie besteht. Unsere Checkliste findest du im Ratgeber Gebraucht kaufen, ohne baden zu gehen.
Pro
Mittelklasse-Technik zum kleineren Preis
Oft mit Zubehör
Contra
Akkuzustand schwer zu prüfen
Garantie oft abgelaufen
Welche Drohne für welchen Einsatz?
Einsatzzweck
Unsere Empfehlung
Warum
Urlaub, Strand, Badesee
Chasing Dory
leicht, klein, einfach – flaches, klares Wasser reicht
Angeln vom Ufer, Boot oder Eis
Chasing F1 oder F1 Pro
GPS, lange Laufzeit, Kamera direkt am Fisch
Bootsliegeplatz in wenigen Metern Tiefe
Chasing Dory
für Rumpf, Anker und Kette im Flachwasser genug
Alpenseen, Steilwände, Tauchseen
Gladius Mini S oder gebraucht
erst ab 100 m Kabel bist du flexibel
Schöne Unterwasserfilme
sparen und Mittelklasse kaufen
4K und viel Licht gibt es erst über 1.000 Euro
Ein Beispiel: Am Attersee liegt der Unterwasserwald bei Weyregg schon in wenigen Metern Tiefe – dafür genügt eine Dory. Die Steilwand an der Schwarzen Brücke fällt dagegen über 50 Meter ab, dort brauchst du eine Drohne mit langem Kabel. Ähnlich im Kreidesee Hemmoor: Viele versenkte Objekte liegen zwischen 3 und 25 Metern. Ob du dort eine Drohne einsetzen darfst, klärst du vorher mit der Tauchbasis.
Darauf solltest du bei günstigen Drohnen achten
Kabellänge ist nicht Tauchtiefe: Das Kabel hängt fast nie senkrecht. Mit 15 Metern Kabel erreichst du 15 Meter Tiefe nur direkt unter der Boje. Mehr dazu in der Kaufberatung.
WLAN-Reichweite: Bei Boje und Fischfinder-Drohnen verbindet sich dein Smartphone per WLAN. 15 bis 60 Meter sind wenig – über Wasser und mit Hindernissen eher weniger.
Licht: Günstige Modelle sparen hier am meisten. In trüben Seen ist wenig Licht das größte Problem.
Akku: Ein fest eingebauter Akku bedeutet: Ist er leer, ist der Ausflug vorbei.
Kauf im Herstellershop: Bei Bestellungen in US-Dollar können Versand, Zoll und Einfuhrabgaben dazukommen, besonders in der Schweiz. Rechne das vor dem Kauf durch.
Händler vor Ort: Ein Händler in Deutschland, Österreich oder der Schweiz hilft im Garantiefall. Heb die Rechnung gut auf.
Häufige Fragen
Gibt es eine gute Unterwasserdrohne unter 1.000 Euro?
Neu gibt es unter 1.000 Euro vor allem die Chasing Dory für flaches Wasser bis 15 Meter und die Fischfinder-Drohnen Chasing F1 und F1 Pro für Angler. 4K und 100 Meter Tiefe beginnen bei der Chasing Gladius Mini S ab ca. 1.260 Euro – oder gebraucht.
Was ist die günstigste Unterwasserdrohne?
Die günstigste klassische Unterwasserdrohne der großen Hersteller ist die Chasing Dory für rund 600 US-Dollar im Herstellershop. Bei Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie aber kaum gelistet.
Lohnt sich eine gebrauchte Unterwasserdrohne?
Ja, wenn du genau prüfst: Akku, Kabel, Propeller und Dichtungen sind die Schwachstellen. Gebraucht kann eine Mittelklasse-Drohne unter 1.000 Euro rücken. Worauf du achten musst, steht in unserem Ratgeber zum Gebrauchtkauf.
Im Video
Die günstigste Drohne und der Spartipp in den offiziellen Videos von CHASING:
Offizielles Video von CHASING (YouTube)Offizielles Video von CHASING (YouTube)
Praxistipp zum Schluss
Überleg dir ehrlich, wo du die Drohne einsetzen wirst. Wenn es fast nur der Badesee und der Urlaub ist, reicht eine Dory. Wenn du auch nur ab und zu in tiefere Seen willst, ärgerst du dich mit 15 Metern Kabel schon nach dem ersten Ausflug – dann ist eine gebrauchte oder neue Gladius Mini S das bessere Geschäft. Im Forum unter „Kaufberatung“ helfen dir andere Unterwasserpiloten bei der Entscheidung.