- Bis 83 m tief, 724 m ü. M., 7,3 km²
- Highlights: Rutschungshügel und Steilstufe ab ca. 20 m, Baumstämme bei Naas
- Trinkwasserreservoir seit 1992 – besonders sauber arbeiten
- Quaggafrei: Ausrüstung muss vorher gründlich gereinigt werden
- Keine ROV-Regel gefunden – beim Kanton Zug nachfragen
Steckbrief
| Fläche | ca. 7,3 km² |
| Seehöhe | 724 m ü. M. |
| Größte Tiefe | 83 m |
| Sichtweite | stark wechselnd: Meldungen von glasklar (Mai 2020) bis ok in 0–5 m und sehr trüb in 5–10 m (Sept. 2025) |
| Wassertemperatur | keine Angaben gefunden |
| Eigentümer | keine Angaben gefunden; Trinkwasserreservoir seit 1992 |
| Eignung für ROVs | mittel – leichte Uferzugänge und Strukturen in 20 m, aber keine Wracks und schwankende Sicht |
Was du unter Wasser siehst
Am Südostufer zwischen Oberägeri und Morgarten reihen sich mehrere Tauchplätze. Unter Wasser prägen frühere Rutschungen die Landschaft: wellige Hügel, eine lehmige Kante und Hänge mit Baumstämmen. Dazu kommen Hechte, Felchen und Krebse im Flachwasser.
- Rutschung beim Chappeli: Auf rund 20 m folgt eine lehmige Steilstufe, die etwa 10 m tief abfällt. Im Flachen siehst du oft Hechte, Felchen und Krebse.
- Wellige Hügel beim Altersheim: Frühere Rutschungen haben in etwa 20 m Tiefe eine wellenförmige Hügellandschaft geformt. Der Grund fällt sanft ab.
- Baumstämme bei Naas: Beim Schiffsteg Naas liegt eine Halde mit vielen Baumstämmen, dazu Schilfzonen am Ufer.
- Halde beim Morgarten-Denkmal: Ein weiterer Uferplatz mit abfallender Halde in der Nähe des Schlachtdenkmals von 1315.
Wo du starten kannst
Die Plätze liegen an der Hauptseestrasse zwischen Oberägeri und Morgarten.
- Chappeli (Oberägeri): ca. 3 km nach Oberägeri, rund 300 m vor dem Restaurant Eierhals; großer Parkplatz, Einstieg unterhalb der kleinen Kapelle über Kiesstrand.
- Altersheim (Oberägeri): kleiner Parkplatz rechts, ca. 400 m nach Ortsende Oberägeri Richtung Morgarten.
- Naas (Morgarten): beim Schiffsteg Naas.
- Denkmal und Eierhals (Morgarten): Einstiege beim Morgarten-Denkmal bzw. beim Restaurant Eierhals.
Eine Tauchbasis direkt am See haben wir nicht gefunden; Gebühren für Uferzugänge werden nicht erwähnt. Boote dürfen am Ägerisee nur einwassern, wenn sie im Kanton Zug immatrikuliert sind und eine Einwasserungsbewilligung haben.
Regeln und Rücksicht
- Quaggamuschel: Der Ägerisee ist (Stand Juli 2026) quaggafrei. Der Kanton Zug verlangt, dass Boote, Tauch-, Fischerei- und Badeausrüstung vor dem Einsatz gründlich gereinigt werden.
- Boote: Nur im Kanton Zug immatrikulierte Boote mit Bewilligung und Kontrollvignette dürfen auf den See.
- Trinkwasser: Der See ist seit 1992 Trinkwasserreservoir. Vermeide alles, was Öl, Fett oder Schmutz ins Wasser bringen könnte.
- Drohnen/ROVs: Eine eigene Regel haben wir nicht gefunden – frag beim Amt für Wald und Wild des Kantons Zug nach.
In der Schweiz gibt es nach unserer Recherche keine eigene Regel für Unterwasserdrohnen. Am Ägerisee kommen aber Trinkwasserschutz und strenge Quagga-Vorschriften des Kantons Zug dazu. Kläre vor dem ersten Einsatz beim Kanton Zug (Amt für Wald und Wild), ob dein ROV erlaubt ist und wie du es reinigen musst.
Tipps für deine Drohne
- Reinige und trockne Drohne, Kabel und Tasche vollständig, bevor du an den Ägerisee kommst – der See ist noch quaggafrei.
- Starte beim Chappeli: großer Parkplatz, einfacher Kiesstrand und die Steilstufe in Reichweite.
- Plane Flüge im Frühling – dort wurde schon glasklares Wasser gemeldet, im Spätsommer wird es in der Tiefe oft trüb.
- Wirble am Lehmhang keinen Schlamm auf: Flieg mit etwas Abstand über dem Grund.
Warst du schon mit deiner Drohne am Ägerisee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist hier etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.