Tauchorte · Kärnten

Millstätter See mit der Unterwasserdrohne: Kärntens tiefster See

Bis zu 141 Meter tief und so wasserreich wie kein anderer See in Kärnten: Der Millstätter See bietet Felswände, Fischschwärme und ein versenktes Boot. Hier erfährst du, wo du starten kannst und was du beachten musst.

5 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Von der Unterwasserpilot-Redaktion
Blick über den Millstätter See in Kärnten
Sommer am Millstätter See · Bild: S.Möller, Wikimedia Commons, gemeinfrei
Auf einen Blick
  • Tiefster und wasserreichster See Kärntens, bis 141 m tief
  • Viele Tauchplätze sind frei zugänglich, Taucher berichten von guter Sicht
  • Motorboot „Die Möwe“ auf knapp 40 m Tiefe
  • Nur wenige Motorboote mit Verbrennungsmotor erlaubt (K-RSS)
  • Keine eigenen Regeln für Unterwasserdrohnen

Steckbrief

Fläche13,3 km²
Seehöhe588 m
Größte Tiefe141 m (tiefster See Kärntens)
Wassermenge1.205 Mio. m³ (wasserreichster See Kärntens)
Sichtweitekeine Messwerte gefunden; Taucher berichten von guter Sicht
Wassertemperaturim Sommer an der Oberfläche bis zu 27 °C
EigentümerÖsterreichische Bundesforste
Eignung für ROVsgut – tief, Felswände und ein bekanntes Wrack, wenig Motorbootverkehr; öffentliche Einstiege aber begrenzt

Was du unter Wasser siehst

Der Millstätter See ist ein ruhiger Tauchsee mit steilen Felswänden und gutem Fischbestand. Vieles davon liegt in Reichweite eines Drohnenkabels.

  • Motorboot „Die Möwe“: Das Boot liegt auf knapp 40 Metern Tiefe. Laut PADI dringt dort noch genug Tageslicht hinunter – ein lohnendes Ziel, wenn dein Kabel lang genug ist.
  • Felswände: An vielen Stellen fallen steile, teils senkrechte Felswände in die Tiefe. Ideal, um mit der Drohne die Wand entlang abzusteigen.
  • Tauchplatz östlich von Millstatt: Ein rund 6 Meter langer Fischerkahn wurde hier versenkt, dazu liegen große Felsblöcke vom Straßenbau im Wasser. Die flachen Bereiche zwischen 2 und 7 Metern eignen sich gut zum Üben.
  • Fische und Krebse: Barsche, Hechte, Welse und Rotaugen sind häufig, im Flachwasser leben Krebse. Taucher berichten von großen Barschschwärmen und mit etwas Glück von Aalen und Brachsen.
Bootshaus in Döbriach am Millstätter See
Bootshaus in Döbriach am Millstätter See · Bild: Naturpuur, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo du starten kannst

Die bekannten Einstiege liegen am Nordufer. Das Südufer ist kaum besiedelt und laut Tauchern vor allem per Boot erreichbar.

  • Parkbucht östlich von Millstatt: Von Seeboden Richtung Millstatt, nach dem Ortsende von Millstatt nach rund 200 m rechts eine Parkbucht mit Sitzplatz und markantem Felsen. Der Einstieg ist etwas steil – Vorsicht beim Tragen der Drohne.
  • Seeboden: Einstieg über das Strandbad, dort zahlst du Eintritt.
  • Döbriach: Am Strandbad Tschinder am Ostende des Sees. Taucher beschreiben den Platz als deutlich schöner als Seeboden.

Laut Kärnten Werbung gibt es am See 12 Strandbäder und fünf freie Seezugänge. In den Strandbädern gelten die Hausregeln – frag vorher, ob du eine Drohne einsetzen darfst, und halte Abstand zu Badenden.

Regeln und Rücksicht

  • Boote: Die Schifffahrt auf Kärntner Seen regelt das Gesetz K-RSS. Am Millstätter See sind Verbrennungsmotoren nur eingeschränkt erlaubt: höchstens 16 gewerbliche und 3 private Motorboote. Für Elektroboote ab 4,4 kW gelten Obergrenzen von 15 gewerblichen und 40 privaten Booten. Wakeboarden und Wasserski gibt es trotzdem – rechne mit Zugbooten.
  • Fischerei: Im See leben bis zu 20 Fischarten, die Reinanke wird ab März gefischt. Halte Abstand zu Netzen, Bojen und Anglern.
  • Taucher: An den bekannten Einstiegen sind Taucher unterwegs. Sie haben Vorrang, und dein Kabel darf niemandem in die Quere kommen.
  • Was heißt das für ROVs?: Eigene Regeln für Unterwasserdrohnen haben wir nicht gefunden. Praktisch zählen die Zugangsregeln am Ufer, die Hausregeln der Strandbäder und Rücksicht auf Taucher, Badende und Fischer.
Wichtig

Für Unterwasserdrohnen gibt es in Österreich keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Gemeinde, den Österreichischen Bundesforsten oder den Fischereiberechtigten nach. Stand: Oktober 2026.

Tipps für deine Drohne

  • Starte am flachen Platz östlich von Millstatt: Zwischen 2 und 7 Metern übst du Kabelhandling ohne Stress.
  • Für „Die Möwe“ auf knapp 40 m brauchst du ein Boot oder einen Einstieg in der Nähe – plane Kabellänge und Tiefe vorher.
  • Mit 141 m ist der See tiefer als die Freigabe vieler Hobbydrohnen. Behalte an den Felswänden die Tiefenanzeige im Blick.
  • Im Hochsommer ist an den Strandbädern viel los. Früh am Morgen oder in der Nebensaison hast du mehr Ruhe.
Praxistipp zum Schluss

Warst du schon mit deiner Drohne am Millstätter See? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.

Ist am Millstätter See etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.

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