
- Bis ca. 25 m tief, auf 1.093 m Seehöhe
- Highlights: Baumstamm-Mikado (5–15 m), drei Plattformen, versunkenes Ruderboot
- Sicht 10–30 m
- Privatsee: Tauchen nur mit kostenpflichtiger Erlaubnis
- ROV-Einsatz unbedingt vorher mit dem Eigentümer klären
Steckbrief
| Fläche | ca. 26 ha |
| Seehöhe | 1.093 m ü. A. |
| Größte Tiefe | ca. 25 m (Taucherberichte: ca. 22 m) |
| Sichtweite | 10–30 m |
| Wassertemperatur | an der Oberfläche im Sommer 18–22 °C |
| Eigentümer | privat (Hotel MOHR life resort, Lermoos) |
| Eignung für ROVs | gut – sehr klares Wasser und Hauptmotiv in 5–15 m, aber Privatsee mit Erlaubnispflicht |
Was du unter Wasser siehst
Der See entstand vor rund 4.100 Jahren durch einen Bergsturz. Seine bekannteste Attraktion sind Baumstämme, die laut Tirol Werbung seit einem Lawinenabgang 1984 am Grund liegen und kreuz und quer übereinander verkeilt sind. Dazu kommen Plattformen, ein Ruderboot und viele Fische.
- Baumstamm-Mikado: Zwischen etwa 5 und 15 m Tiefe liegen unzählige Stämme kreuz und quer, teils schweben sie über dem Grund. Darunter verstecken sich gern Zander und Bachforellen.
- Plattformen am Bootshaus: Direkt geradeaus vom Haupteinstieg liegen drei Übungsplattformen, an denen viele Fische stehen.
- Versunkenes Ruderboot: Taucher berichten von einem gesunkenen Ruderboot im See; die genaue Tiefe haben wir nicht gefunden.
- Wand am Gegenufer: Am gegenüberliegenden Ufer gibt es einen kleinen Wandabschnitt.
- Pflanzen und Schwämme: Armleuchteralgen, Wasserpest und Schwammbewuchs prägen die Flachzonen.

Wo du starten kannst
Der See ist nur über eine gebührenpflichtige Privatstraße erreichbar.
- Bootshaus (Haupteinstieg): Zufahrt über die Privatstraße bei Biberwier von der Fernpassstraße B179, Schranke mit Jeton; vom Parkplatz rund 50 m durch den Wald zum Einstieg neben dem Bootshaus.
- Nordostufer: großer Parkplatz direkt am Ufer laut Tirol Werbung.
- Gegenufer: alternativer Einstieg auf der anderen Seeseite.
Für Tauchen und SUP brauchst du eine Erlaubnis des Eigentümers. Taucher berichten von Tageskarten, die zuletzt (2021) 20 € pro Person kosteten; für Gäste des MOHR life resort ist die Erlaubnis bei der Übernachtung dabei. Am See gibt es keine Toiletten, Umkleiden oder Gastronomie.
Regeln und Rücksicht
- Genehmigung: Der See ist Privatbesitz, Tauchen nur mit kostenpflichtiger Erlaubnis bzw. Lizenz.
- Drohnen/ROVs: Keine Angaben gefunden. Da schon Tauchen und SUP eine Erlaubnis brauchen, frag vor dem ROV-Einsatz unbedingt beim Eigentümer nach.
- Zufahrt: Die Straße zum See ist privat und gebührenpflichtig.
- Fischerei: Für Fischen ist eine eigene Erlaubnis nötig – halte Abstand zu Anglern.
Eine eigene gesetzliche Regel speziell für Unterwasserdrohnen haben wir für Österreich nicht gefunden – entscheidend sind deshalb die Vorgaben des Seeeigentümers, der Tauchbasis bzw. Bewirtschafter, der Fischerei und eventuelle Schutzgebiete. Der Blindsee ist Privatbesitz des Hotels MOHR life resort, schon Tauchen und Stand-up-Paddeln brauchen eine Erlaubnis. Setze deine Unterwasserdrohne nur ein, wenn du das vorher ausdrücklich mit dem Eigentümer geklärt hast.
Tipps für deine Drohne
- Taste dich am Mikado vorsichtig heran: Die Stämme liegen kreuz und quer, die Leine verhakt sich leicht.
- Nutze die Plattformen am Bootshaus als Startpunkt – von dort ist die Orientierung leichter.
- Im Einstiegsbereich ist die Sicht schlechter, weiter draußen wird es deutlich klarer.
- Bring alles mit, was du brauchst: Am See gibt es keine Infrastruktur.
Warst du schon mit deiner Drohne am Blindsee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist hier etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.