
- Bis 62 m tief, auf 708 m Seehöhe
- Highlights: Taucherglocke (ca. 10 m), Baumstämme (3–6 m), Plattformen bis 20 m
- Tauchen nur mit DiveCard der Bundesforste (20 €, 12 Monate)
- Sicht stark wetterabhängig – Schneeschmelze trübt das Ostende
- ROV-Regeln: keine Angaben gefunden, vorher bei Tauchbasis/Bundesforsten fragen
Steckbrief
| Fläche | ca. 4,2 km² |
| Seehöhe | 708 m ü. A. |
| Größte Tiefe | 62 m (Mittel ca. 35 m) |
| Sichtweite | mittlere Sommersichttiefe ca. 8,5 m; Taucherberichte nennen 3–5 m im Winter bis 10–15 m und mehr |
| Wassertemperatur | Oberfläche im August ca. 17,5 °C, unter 30 m rund 4 °C |
| Eigentümer | Österreichische Bundesforste |
| Eignung für ROVs | gut – kompakte Objekte in 5–20 m nahe am Ufer, aber wechselnde Sicht und kaltes Tiefenwasser |
Was du unter Wasser siehst
Die spannendsten Ziele liegen am Ostende rund um Gößl. Dort findest du auf engem Raum künstliche Objekte, Holz und eine felsige Unterwasserlandschaft – ideal, um mit kurzer Leine viel zu sehen. Die Sicht schwankt stark: Nach Regen oder zur Schneeschmelze bringt der Zufluss aus dem Toplitzsee viel Trübung.
- Taucherglocke in der Gößler Bucht: Eine Kuppel, die auf einem Felsen in etwa 10 m Tiefe verankert ist und mehreren Tauchern Platz bietet. Der Felsen selbst reicht bis rund 18 m hinunter.
- Mondlandschaft um den Felsen: Rund um den Glockenfelsen liegen Blöcke und kraterartige Mulden, die im Scheinwerfer sehr plastisch wirken.
- Baumstämme im Flachwasser: In 3–6 m Tiefe liegen umgestürzte Stämme, auf denen Moostierchen wachsen. Hier stehen oft Hechte, teils sehr große.
- Plattformen beim Rostigen Anker: Übungsplattformen in etwa 5, 10 und 20 m Tiefe – gute Orientierungspunkte für einen Tiefenverlauf.
- Badebucht: Eine flach abfallende Kiesbucht, die bis etwa 25 m reicht. Weiter unten wird der Grund schlammig, also Abstand halten, um nichts aufzuwirbeln.
Wo du starten kannst
Die üblichen Tauchereinstiege liegen am Ostende bei Gößl.
- Gößler Bucht: kleiner Parkplatz etwa bei Straßenkilometer 13, kurzer Abstieg zum Ufer, dann links ins Wasser.
- Rostiger Anker (Gößl): Einstieg beim gleichnamigen Gasthaus, darüber liegt ein Campingplatz.
- Badebucht: flacher, einfacher Einstieg mit Kiosk in der Nähe.
- Freizeitzentrum Gößl (Ostufer): Standort der Scuba Academy mit Füllstation, Umkleide und Parkplätzen.
Zum Tauchen im Grundlsee brauchst du die DiveCard der Österreichischen Bundesforste; laut Steiermark Tourismus kostet sie 20 € und gilt zwölf Monate an den Bundesforste-Seen im Salzkammergut. Die Scuba Academy in Gößl hat keine fixen Öffnungszeiten – melde dich vorher an. Nacht- und Eistauchgänge gibt es nur geführt über die Basis.
Regeln und Rücksicht
- Genehmigung: Taucher brauchen die DiveCard der Bundesforste. Ob sie auch für ROV-Einsätze gilt, haben wir nicht gefunden – frag bei der Basis oder den Bundesforsten nach.
- Drohnen/ROVs: Keine Angaben gefunden. Kläre den Einsatz vorab ab, besonders wenn Taucher im Wasser sind.
- Taucherglocke: In der Glocke steht alte Luft; Taucher sollen dort den Atemregler im Mund behalten und nur einzeln hinein. Mit der Drohne also nicht in die Kuppel fahren, wenn jemand drin ist.
- Naturschutz: Am Ostufer beginnt das Europaschutzgebiet „Totes Gebirge mit Altausseer See“ (Natura 2000). Ältere Berichte erwähnen außerdem Schutz- und Schonbereiche für Fische mit teils zeitlichen Tauchbeschränkungen.
- Fischerei: Der See ist reich an Saiblingen und Hechten. Halte Abstand zu Anglern und Netzen.
Eine eigene gesetzliche Regel speziell für Unterwasserdrohnen haben wir für Österreich nicht gefunden – entscheidend sind deshalb die Vorgaben des Seeeigentümers, der Tauchbasis bzw. Bewirtschafter, der Fischerei und eventuelle Schutzgebiete. Der Grundlsee gehört den Österreichischen Bundesforsten, getaucht wird mit deren DiveCard. Ob und wie Unterwasserdrohnen erlaubt sind, ist nicht öffentlich geregelt – frag vor deinem ersten Einsatz bei der Scuba Academy in Gößl oder direkt bei den Bundesforsten nach.
Tipps für deine Drohne
- Plane im Hochsommer bei stabilem Wetter – nach Regen und zur Schneeschmelze trübt der Zufluss das Ostende stark ein.
- Starte an der Gößler Bucht: Glocke, Felsen und Baumstämme liegen nah beieinander und sind mit kurzer Leine erreichbar.
- Fahre über den Baumstämmen langsam und hoch genug, damit die Schubdüsen kein Sediment aufwirbeln.
- Nimm warme Kleidung mit: Unter der Sprungschicht wird es schnell einstellig kalt, das kostet auch Akkuleistung.
Warst du schon mit deiner Drohne am Grundlsee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
- Wikipedia: Grundlsee (See)
- taucher.net: Grundlsee, Gößler Bucht – Tauchplatzbericht
- taucher.net: Grundlsee, Gößler Bucht – Anfahrt
- taucher.net: Grundlsee – Tauchplatzbericht 2004
- taucher.net: Grundlsee – Tauchplatzbericht 1997
- taucher.net: Grundlsee – Berichte
- Steiermark Tourismus: Scuba Academy Tauchschule Grundlsee
- Steiermark Tourismus: Scuba academy diving school Grundlsee (EN)
Ist hier etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.