
- Größte Tiefe rund 36 m, Fläche ca. 1,7 km²
- Highlights: kleines Piper-Flugzeugwrack, Bundeswehr-Gerüst, Lastkahn, Baumreste
- Sicht nach der Algenblüte im Frühsommer oft über 10 m
- Tauchen nur an 3 genehmigten Einstiegen, Anmeldung bei einer Basis
- Drohnenregel: keine Angaben gefunden – vorher bei Basis/Betreiber fragen
Steckbrief
| Fläche | ca. 1,7 km² (andere Quellen: ca. 150 ha) |
| Seehöhe | ca. 114,5 m ü. NHN |
| Größte Tiefe | ca. 36 m |
| Sichtweite | jahreszeitabhängig, im Frühsommer oft über 10 m, unter Idealbedingungen bis ca. 20 m; im Flachwasser an vollen Wochenenden schlechter |
| Wassertemperatur | deutliche Sprungschicht; in der Tiefe auch im Sommer nur um 6 °C |
| Eigentümer | Betrieb durch die LeipzigSeen GmbH (früher Zweckverband Kulkwitzer See) |
| Eignung für ROVs | gut – viele Objekte in moderaten Tiefen und meist gute Sicht, aber viel Betrieb durch Taucher und Badegäste |
Was du unter Wasser siehst
Ab 1963 wurden die Tagebau-Restlöcher geflutet, 1973 öffnete der See für Besucher – und Taucher haben über die Jahrzehnte einiges versenkt. Neben künstlichen Zielen findest du Reste aus der Bergbauzeit und Unterwasserwälder aus abgestorbenen Bäumen. Genaue Positionen der Objekte geben die Tauchbasen heraus.
- Flugzeugwrack: Ein rund 6 m langer Rumpf einer Piper ohne Tragflächen liegt im See; die Basis kann dir die Koordinaten nennen. Tiefe: keine Angaben gefunden.
- Bundeswehr-Gerüst und Plattformen: Ein großes Metallgerüst, nach Taucherberichten rund 16 m hoch, mit mehreren Plattformen um 20 m Tiefe – dicht mit Muscheln bewachsen.
- Lastkahn: Bei der Halbinsel liegt in etwa 22 m Tiefe ein Kahn, den Taucher gern als Navigationsziel nutzen.
- Versunkene Bäume: Ab etwa 4 m Tiefe ragen abgestorbene Bäume ins Wasser – ein gespenstisches Motiv für Kameraflüge.
- Bergbaurelikte: Am Grund verteilt liegen Geräte aus der Tagebauzeit, etwa Loren.
- Kapelle: Laut Wikipedia gehört auch eine kleine versenkte Kapelle zu den Objekten. Tiefe: keine Angaben gefunden.
Wo du starten kannst
Getaucht werden darf nur an drei genehmigten Einstiegsstellen – nutze sie auch als Startpunkt für deine Drohne.
- Einstieg 1 – Campingplatz (Nordseite, Leipzig-Lausen/Grünau): Parken gegen Gebühr, laut Taucherberichten ca. 6 € pro Tag oder 1 € pro Stunde.
- Einstieg 2 – Hauptstrand/Ostufer bei der Tauchbasis Delphin: wenige Parkplätze, Gebäude rund 40 m vom Ufer.
- Einstieg 3 – Südende bei der Tauchschule Florian (Göhrenz/Markranstädt): großer Parkplatz, etwas längerer Weg zum Wasser.
Eine Tauchgebühr wird laut seen.de nicht erhoben, Taucher tragen sich aber bei einer der Basen (Delphin oder Florian) ein. Im Sommer ist eine telefonische Voranmeldung sinnvoll, weil die Zahl der Taucher begrenzt sein kann.
Regeln und Rücksicht
- Einstiege: Tauchen ist nur an den drei genehmigten Stellen erlaubt; halte dich mit der Drohne an diese Bereiche.
- Drohnen/ROVs: Eine Regel für Unterwasserdrohnen haben wir nicht gefunden. Frag vor dem ersten Einsatz bei der Basis bzw. der LeipzigSeen GmbH nach.
- Rücksicht: Der See wird intensiv von Tauchern, Badegästen, Anglern und Wassersportlern genutzt; markierte Zonen sind zu respektieren.
- Fischerei: Am See wird geangelt – halte Abstand zu Anglern und ausgelegten Schnüren.
In Deutschland gibt es kein eigenes Gesetz für Unterwasserdrohnen. Entscheidend sind die Regeln des jeweiligen Gewässers: Eigentümer und Betreiber haben das Hausrecht, Gemeinden können Nutzungen per Verordnung oder Satzung regeln, dazu kommen Naturschutz- und Fischereirecht sowie der Persönlichkeitsschutz, wenn Badegäste oder Taucher im Bild sind. Für den Kulkwitzer See haben wir keine ausdrückliche Regel zu Unterwasserdrohnen gefunden. Kläre den Einsatz vorab mit einer der Tauchbasen oder der LeipzigSeen GmbH und starte nur an den offiziellen Einstiegen.
Tipps für deine Drohne
- Komm unter der Woche: An Wochenenden sind viele Taucher im Wasser und die Sicht im Flachen leidet.
- Plane deine Flüge für Juni und später – nach der Algenblüte wird das Wasser deutlich klarer.
- Lass dir die Koordinaten des Flugzeugwracks von der Basis geben, statt blind zu suchen.
- Rechne mit einer kalten Sprungschicht: Der Akku kann in der Tiefe schneller nachlassen.
Warst du schon mit deiner Drohne am Kulkwitzer See? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist hier etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.