
- Größte Tiefe ca. 74 m, offizielles Tauchlimit 40 m
- Highlights: Flugzeug, Trabi, Kiosk, Telefonzelle, Aufzugsschacht, Unterwasserstation in 9 m
- Sicht oben ca. 5 m, in der Tiefe teils deutlich besser
- Bergbau-Sperrgebiet: Zugang nur über die Tauchschule Buder
- Drohnenregel: keine Angaben gefunden – nur nach Genehmigung der Basis
Steckbrief
| Fläche | keine Angaben gefunden |
| Seehöhe | keine Angaben gefunden |
| Größte Tiefe | ca. 74 m (Tauchbasis: rund 75 m) |
| Sichtweite | oben ca. 5 m, unterhalb der Sprungschicht teils 10–20 m; Durchschnitt laut duikersgids ca. 7 m |
| Wassertemperatur | unter ca. 16 m rund 4 °C |
| Eigentümer | Privat; Betrieb durch die Tauchschule Buder (Volker Buder) |
| Eignung für ROVs | mittel – spannende Objekte, aber viele liegen tief und es wird ab 30 m dunkel; Einsatz nur mit Erlaubnis der Basis |
Was du unter Wasser siehst
Im ehemaligen Steinbruch Kirchberg ist alte Abbautechnik erhalten geblieben, dazu kommen zahlreiche versenkte Objekte. Viele Ziele liegen tiefer als 20 m – für Drohnen mit langem Kabel und guter Beleuchtung ideal, für kleinere Modelle eher am Limit.
- Unterwasserstation: In etwa 9 m Tiefe steht eine aktive Unterwasserstation – ein gut erreichbares und ungewöhnliches Ziel.
- Flugzeug: Ein im See verankertes Flugzeug; Taucher nennen etwa 20 m, eine andere Quelle 50 m Tiefe – frag vor Ort nach der aktuellen Position.
- Aufzugsschacht: Ein großer Lastenaufzug aus der Abbauzeit beginnt bei etwa 30 m und reicht über 40 m hinab.
- Kiosk und Sprengstoffkammer: Ein Kiosk-Häuschen liegt in rund 35 m, die Oberkante einer Munitions- bzw. Lagerkammer in etwa 25 m Tiefe.
- Trabi, Telefonzelle, Motorrad und Lore: Weitere markierte Objekte, deren Tiefen wir in den Quellen nicht gefunden haben.
- Unterwasserwald: Große Bäume reichen bis etwa 15 m hinunter.
Wo du starten kannst
Es gibt nur einen Zugang: über das Gelände der Tauchschule direkt am Steinbruch.
- Tauchschule Buder, Kobershainer Str. 2, 04862 Mockrehna OT Wildschütz: Parken am Gelände, nur wenige Schritte zum Steg mit Treppe ins Wasser.
Geöffnet laut taucher.net Mittwoch bis Sonntag (Sommer 10–20 Uhr, Winter 10–18 Uhr). Für Taucher fällt eine Tagesgebühr an; aktuelle Preise und eine mögliche Regelung für ROV-Piloten erfragst du direkt bei der Basis (Tel. 034244 55919). Eine Voranmeldung wird empfohlen.
Regeln und Rücksicht
- Zugang: Das Gelände ist Bergbau-Sperrgebiet; betreten und betaucht werden darf es nur über die private Tauchschule.
- Drohnen/ROVs: Eine Regel für Unterwasserdrohnen haben wir nicht gefunden. Setze dein ROV nur nach ausdrücklicher Erlaubnis der Basis ein.
- Tiefe: Für Taucher gilt ein offizielles Limit von 40 m; tiefere Objekte sind auch für Drohnen anspruchsvoll (Kälte, Dunkelheit, Kabellänge).
- Rücksicht: Hier tauchen viele technische Taucher und Freitaucher – kläre ab, wann und wo du fliegen kannst, ohne zu stören.
In Deutschland gibt es kein eigenes Gesetz für Unterwasserdrohnen. Entscheidend sind die Regeln des jeweiligen Gewässers: Eigentümer und Betreiber haben das Hausrecht, Gemeinden können Nutzungen per Verordnung oder Satzung regeln, dazu kommen Naturschutz- und Fischereirecht sowie der Persönlichkeitsschutz, wenn Badegäste oder Taucher im Bild sind. Der Steinbruch Wildschütz ist Privatgelände in einem Bergbau-Sperrgebiet. Ohne Zustimmung der Tauchschule darfst du weder das Ufer betreten noch eine Drohne einsetzen. Frag daher vorher bei der Basis an.
Tipps für deine Drohne
- Starte mit der Unterwasserstation in 9 m – ideal zum Eingewöhnen bei ordentlicher Sicht.
- Nimm starke Lampen mit: Ab etwa 30 m wird es im Steinbruch dunkel.
- Lass dir die aktuelle Lage der Objekte von der Basis zeigen; Tiefenangaben in Berichten weichen voneinander ab.
- Die Kälte in der Tiefe zehrt am Akku – plane kurze Tauchgänge zu tiefen Zielen.
Warst du schon mit deiner Drohne am Steinbruch Wildschütz? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist hier etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.