
- Größter Flachsee Deutschlands, höchstens 2,9 m tief
- Wasser oft trüb, Zustand wechselt von Jahr zu Jahr
- Keine bekannten Tauchplätze
- Befahren nur vom 20. März bis 31. Oktober und nur tagsüber
- Naturschutzgebiete und Röhricht sind tabu
Steckbrief
| Fläche | rund 29 km² |
| Seehöhe | 38 m ü. NN |
| Größte Tiefe | 2,9 m |
| Mittlere Tiefe | 1,35 m |
| Schutzstatus | FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet, Naturschutzgebiete an Ost- und Westufer, Naturpark |
| Eignung für ROVs | nein – nicht verboten, aber zu flach und meist zu trüb, kaum Ziele unter Wasser |
Was du unter Wasser siehst
Ehrlich gesagt: wenig. Der See ist so flach, dass eine Drohne kaum abtauchen kann, und das Wasser ist oft grün oder trüb. Bekannte Tauchplätze haben wir nicht gefunden.
- Wasserpflanzen: Der See wechselt zwischen Phasen mit vielen Algen und Phasen mit vielen Unterwasserpflanzen. In klaren Jahren kannst du über Pflanzenfeldern fliegen.
- Festung Wilhelmstein: Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ließ die Inselfestung von 1761 bis 1767 bauen. Die Insel entstand aus Steinblöcken, die Einheimische mit ihren Fischerbooten heranschaffen mussten. Ursprünglich waren es 16 kleine Inseln. Ob es um die Insel Sehenswertes unter Wasser gibt, ist nicht beschrieben.
- Aal: Der geräucherte Steinhuder Aal ist eine Spezialität der Region – mit etwas Glück siehst du Fische im flachen Wasser.

Wo du starten kannst
Boote dürfen nur in Häfen, an Stegen sowie an Kran- und Slipanlagen eingesetzt werden. Für die Drohne bleiben vor allem diese Orte:
- Steinhude: Häfen und Stege am Südufer. Dort liegt auch die künstliche Badeinsel mit Sandstrand.
- Mardorf: Häfen und Stege am Nordufer. Im Surfgebiet Mardorf ist Baden verboten, den Badestrand dürfen Wasserfahrzeuge nicht befahren.
Eine Unterwasserdrohne ist ein ferngesteuerter Schwimmkörper. Ob sie als „Fahrzeug“ im Sinne der Seeverordnung gilt, ist nicht ausdrücklich geregelt. Gehst du auf Nummer sicher, hältst du dich an die Regeln für Boote: nur an Häfen und Stegen starten, nicht in Badezonen und nicht in Schutzgebiete.
Regeln und Rücksicht
- Seeverordnung: Für das Steinhuder Meer gilt die Dümmer- und Steinhuder Meer-Verordnung. Sie definiert ein Fahrzeug als Schwimmkörper, der zur Fortbewegung bestimmt ist. Erlaubt sind nur batteriebetriebene Elektromotoren bis 7,35 kW. Tauchen und Modellboote erwähnt sie nicht.
- Befahrenszeiten: Befahren ist nur vom 20. März bis 31. Oktober erlaubt, nicht von einer Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. Das Surfgebiet darf bis 15. November genutzt werden.
- Naturschutz: Die rot markierten Naturschutzgebiete dürfen nicht befahren werden. Ein Rückzugsraum für Wasservögel ist vom 15. September bis 31. Oktober gesperrt. Röhricht, Seggen und Schwimmblattpflanzen sind überall tabu.
- Badebereiche: Badestrand Mardorf und Badeinsel Steinhude dürfen nicht befahren werden. Starte dort keine Drohne zwischen Badenden.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in Deutschland keine eigenen Regeln, und die Dümmer- und Steinhuder Meer-Verordnung erwähnt sie nicht. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Region Hannover (Naturschutz) oder beim NLWKN nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
- Erwarte nicht zu viel: Bei 1,35 m mittlerer Tiefe fliegt deine Drohne fast an der Oberfläche.
- Schon ein bisschen Wind wirbelt im Flachwasser den Grund auf – komm an einem windstillen Tag.
- Zum Üben von Steuerung und Kabelführung taugt der See, für Unterwasserbilder eher nicht.
- Wer Tiefe und Sicht sucht, fährt besser zu einem klaren Bagger- oder Kreidesee wie dem Kreidesee Hemmoor.
Warst du schon mit deiner Drohne am Steinhuder Meer? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist am Steinhuder Meer etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.