- Knapp 9 km² groß, bis 73 m tief
- Hänge fallen mit rund 60° steil ab
- Sicht meist 3–6 m, stark wetterabhängig
- Motorboote mit Verbrennungsmotor sind verboten
- 15. März bis 31. Oktober kein Tauchen an öffentlichen Badeplätzen
Steckbrief
| Fläche | knapp 9 km² |
| Seehöhe | rund 725 m |
| Größte Tiefe | rund 73 m |
| Sichtweite | laut Tauchern 3–4,5 m nach Regen, in der Tiefe 5–6 m |
| Wassertemperatur | unter 12 m Tiefe um 7 °C |
| Eigentümer | Freistaat Bayern, verwaltet von der Bayerischen Schlösserverwaltung |
| Eignung für ROVs | gut – steile Hänge nah am Ufer und kein Motorbootverkehr, aber mäßige Sicht und Badeplätze im Sommer tabu |
Was du unter Wasser siehst
Der Tegernsee ist kein großer Taucher-Klassiker, hat aber einiges zu bieten: Die Hänge fallen nah am Ufer steil ab – ideal, um mit kurzem Kabel in die Tiefe zu kommen.
- Steilhang: Taucher beschreiben einen Hang mit etwa 60° Neigung und schöne Wandformationen. Hier kannst du mit der Drohne gut am Hang entlang abtauchen.
- Kessel mit Gasblasen: Laut taucher.net gibt es eine Kesselstruktur, aus der gelegentlich Gasblasen aufsteigen – ein ungewöhnliches Motiv für deine Kamera.
- Versunkenes Holz: Am Grund liegen Holzstrukturen und alte Ruder. Leider auch viele Flaschen von Bootspartys – Fische sehen Taucher dagegen eher wenige.

Wo du starten kannst
- Holz (Bad Wiessee): Taucher nennen den Einstieg „Holz“ sowie Badeplätze. Die Tauchschule vor Ort gibt Tipps zu Einstiegen. Beachte: Badeplätze sind in der Saison für Taucher tabu – starte dort mit der Drohne nur außerhalb des Badebetriebs.
Rund um den See liegen Bad Wiessee, Gmund, Tegernsee und Rottach-Egern mit Parkplätzen und öffentlichen Badestellen. Viel Ufer ist privat – frag im Zweifel bei der Gemeinde nach.
Regeln und Rücksicht
- Tauchen: Für den Tegernsee gibt es eine Allgemeinverfügung des Landratsamts Miesbach. Während der Badesaison vom 15. März bis 31. Oktober ist Tauchen mit Gerät im Bereich öffentlicher Badeanstalten verboten.
- Boote: Motorboote mit Verbrennungsmotor sind verboten. Elektroboote gibt es nur mit Genehmigung, etwa für Schwerbehinderte. Ruder- und Segelboote ohne Motor bis 9,20 m sind genehmigungsfrei.
- Schutzzonen: Teile der Wasserfläche und des Ufers sind Schutzzonen und mit gelben Bojen markiert. Dort startest du nicht.
- Fahrgastschiffe: Halte Abstand zu den Anlegestellen. Laut Bayerischer Schifffahrtsordnung darf im Umkreis von 100 m um Anlegestellen die Schifffahrt nicht behindert werden.
Für Unterwasserdrohnen gibt es in Bayern keine eigenen Regeln. Wir fassen zusammen, was nach unserer Recherche relevant sein kann – das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel bei der Bayerischen Schlösserverwaltung, dem Landratsamt Miesbach oder der Wasserschutzpolizei nach. Stand: Oktober 2026.
Tipps für deine Drohne
- Nach Regen wird das Wasser schnell trüb – plane deinen Ausflug für ein paar trockene Tage.
- Am Steilhang reicht oft ein kurzes Kabel, um in 20–30 m Tiefe zu kommen.
- Ab etwa 12 m wird es kalt, auch im Sommer – rechne mit kürzerer Akkulaufzeit.
- Fliegst du im Sommer, dann früh morgens und weg von den Badeplätzen.
Warst du schon mit deiner Drohne am Tegernsee? Teil deine Bilder und Erfahrungen im Forum-Sammelthread „Wo darf man tauchen lassen?“ – so wächst unser Gewässer-Wissen für alle.
Ist am Tegernsee etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze bietet UDRA an, außerhalb Österreichs auf Anfrage.