
Platz 1 in unserer Bestenliste. Das stärkste Gesamtpaket für Hobby und Semi-Profi: 6.000 Lumen Licht, ein Akku für mehrere Stunden, Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde und eine Schnittstelle für über 20 Werkzeuge. Für reine Urlaubsvideos ist sie aber mehr Drohne, als du brauchst.
- 6.000 Lumen Licht, das hellste im Vergleich
- Großer Akku (14.400 mAh), laut Hersteller bis 5 h Tauchzeit
- Zeitlupe mit 240 fps, Fotos auch als RAW (DNG)
- Q-IF-Schnittstelle für Greifarm, Sonar, Laser und Sensoren
- 4K nur mit 30 Bildern (V-EVO: 60)
- Ab 2.899 €, mit Greifarm ab 3.899 €
- 4,6 kg und großes Transportpaket
- Für wen: Fortgeschrittene Piloten, Taucher, Vereine, Bootsbesitzer und alle, die später Zubehör wie Greifarm oder Sonar nachrüsten wollen.
- Stärken: Licht, Laufzeit, Erweiterbarkeit und die freie Bewegung in alle Richtungen mit Lage- und Tiefenhaltung.
- Schwächen: Preis, Gewicht und nur 30 Bilder pro Sekunde in 4K.
- Alternative: Wer vor allem filmen will und weniger ausgeben möchte, nimmt die FIFISH V-EVO ab 1.599 €.
Bewertung im Detail
So entsteht die Note: Wir bewerten technische Daten, Ausstattung und Preis nach unserem Bewertungsschema und werten veröffentlichte Erfahrungsberichte aus. Ein eigener Praxistest im Wasser ist geplant. Sobald er fertig ist, ergänzen wir diesen Bericht mit eigenen Aufnahmen und Messwerten.
Einleitung: Was ist die FIFISH V6 Expert?
QYSEA aus Shenzhen verkauft seine Unterwasserdrohnen unter dem Namen FIFISH. Die V6 Expert ist die Neuauflage der bekannten V6 und sitzt in der Modellreihe zwischen der Hobby-Drohne V-EVO und den Industrie-Modellen wie der E-GO. Sie richtet sich an Piloten, denen eine Filmdrohne nicht mehr reicht: Taucher, die ihren Tauchplatz vorab erkunden, Bootsbesitzer, die Rumpf und Anker kontrollieren, Vereine, Feuerwehren und Forscher, die Messgeräte oder einen Greifarm brauchen.
Ihr Markenzeichen teilt sie mit der ganzen V-Serie: Die Drohne kann sich in alle Richtungen bewegen und neigen. Sie kann also seitlich fahren, auf der Seite liegen oder senkrecht nach unten schauen und dabei ihre Lage halten. Für eine Inspektion an einer Bootsschraube oder einer Spundwand ist das ein großer Vorteil gegenüber Drohnen, die nur wie ein kleines U-Boot vorwärts, rückwärts, hoch und runter fahren.

Technische Daten
| Tauchtiefe | bis 100 m |
| Kabel | 100 m (M100) oder 200 m (M200) |
| Kamera | 1/2.3"-Sony-Sensor, 12 Megapixel, Blende f/2.5, 166° Sichtfeld |
| Video | 4K mit 30/25 Bildern pro Sekunde, Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde |
| Foto | 12 MP, auch als RAW (DNG) |
| Speicher | 128 GB, Speicherkarte von außen wechselbar |
| Licht | 2 LED-Leuchten mit zusammen 6.000 Lumen |
| Akku | 14.400 mAh (rund 156 Wh), in ca. 1 h zu 90 % geladen |
| Tauchzeit | bis 5 h laut Hersteller; optional Dauerbetrieb über Landstrom (OPSS) |
| Bewegung | 360°, 6 Freiheitsgrade, Lage- und Tiefenhaltung (Posture Lock, Depth Lock) |
| Geschwindigkeit | bis 3 Knoten (1,5 m/s) |
| Größe und Gewicht | 383 × 331 × 143 mm, 4,6 kg |
| Erweiterung | Q-IF-Schnittstelle, über 20 Werkzeuge, kompatibel mit V6- und V6s-Zubehör |
| Greifarm | 100 N Greifkraft, im Wasser schwebend (in den A-Paketen) |
| Steuerung | Fernsteuerung mit Smartphone-Halterung, FIFISH-App, VR-Brille mit Kopfsteuerung |
| Preis Deutschland | 2.899 € bis 4.198 € je nach Paket (QYSEA-Shop) |
| Preis Schweiz | ca. 3.050 CHF im Grundpaket |
Kamera und Bildqualität
Die Kamera arbeitet mit einem 1/2.3-Zoll-Sensor von Sony und 12 Megapixeln. Das ist die gleiche Sensorgröße wie bei den meisten Hobby-Drohnen, aber die V6 Expert holt mehr heraus: Fotos speichert sie auf Wunsch als RAW-Datei (DNG). Damit kannst du am Computer den Weißabgleich und die Farben nachträglich korrigieren. Unter Wasser ist das besonders wertvoll, weil schon ab wenigen Metern Tiefe Rot und Orange verschwinden. Mehr dazu in unserem Praxisartikel Farben unter Wasser.

Videos nimmt sie in 4K mit 30 oder 25 Bildern pro Sekunde auf. Für ruhige Aufnahmen von Wracks, Steilwänden oder Bootsrümpfen reicht das völlig. Wer schnelle Fische oder schnelle Kameraschwenks filmen will, ist mit den 60 Bildern pro Sekunde der günstigeren V-EVO besser bedient. Dafür hat die V6 Expert eine echte Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde, mit der ein Fischschwarm oder aufwirbelnder Sand sehr eindrucksvoll aussieht.
Das Sichtfeld gibt QYSEA mit 166° an. Unter Wasser wirkt jedes Objektiv enger, weil das Licht am Kameraglas gebrochen wird. In der Praxis bekommst du trotzdem ein weites Bild, das bei schlechter Sicht hilft, die Orientierung zu behalten. Die Bildstabilisierung (Q-Steady 2.0) gleicht kleine Bewegungen der Drohne aus, sodass Aufnahmen auch bei leichtem Wellengang ruhig bleiben.




Licht: 6.000 Lumen
Beim Licht ist die V6 Expert die Nummer eins in unserem Vergleich. Zwei LED-Leuchten liefern zusammen 6.000 Lumen, die V-EVO kommt auf 5.000, die Chasing Gladius Mini S auf deutlich weniger. In den Seen im Alpenraum ist das kein Luxus: Unterhalb von 20 bis 30 Metern wird es auch an sonnigen Tagen dunkel, und in trüben Gewässern wie vielen Baggerseen siehst du ohne Licht schon nach wenigen Metern nichts mehr.
Ein Tipp aus der Praxis: Bei trübem Wasser hilft es, das Licht nicht auf volle Stärke zu stellen. Schwebeteilchen reflektieren das Licht sonst zurück in die Kamera, und das Bild wird milchig. Lieber mit halber Leistung starten und hochregeln.
Akku und Laufzeit
Der Akku hat 14.400 mAh, das entspricht rund 156 Wattstunden. Das ist deutlich mehr als bei der V-EVO (97 Wh). QYSEA gibt bis zu 5 Stunden Tauchzeit an. Diese Angabe gilt für ruhiges Schweben. Wer viel fährt, gegen Strömung arbeitet oder das Licht voll aufdreht, muss mit weniger rechnen. Ein Bericht aus einem Forschungsprojekt in Florida spricht von fast 6 Stunden Einsatz am Riff, allerdings ohne genaue Angaben, wie viel dabei gefahren wurde.
Praktisch ist das schnelle Laden: Laut Hersteller ist der Akku nach rund einer Stunde zu 90 % voll. Der Akku ist allerdings fest eingebaut. Wer den ganzen Tag ohne Pause arbeiten muss, kann das optionale Landstrom-System (OPSS) dazukaufen. Es versorgt die Drohne über das Kabel mit Strom und lädt dabei gleichzeitig den Akku. Für Hobbypiloten ist das meist nicht nötig. Wie du den Akku lange gesund hältst, steht in unserem Ratgeber Akkupflege.

Bewegung und Steuerung
Die V6 Expert bewegt sich in alle sechs Richtungen und kann sich um jede Achse drehen. Zwei Funktionen machen den Unterschied im Alltag:
- Posture Lock (Lagehaltung): Die Drohne hält ihren Winkel, auch wenn sie vorwärts oder rückwärts fährt. So kannst du zum Beispiel mit 45° nach unten geneigter Kamera an einer Steilwand entlangfahren.
- Depth Lock (Tiefenhaltung): Die Drohne hält ihre Tiefe automatisch. Das entlastet beim Filmen, weil du dich nur noch um die Richtung kümmern musst.
Mit bis zu 3 Knoten (1,5 m/s) ist die V6 Expert schnell genug für leichte Strömung in Flüssen oder an Seeausläufen. Bei starker Strömung kommt aber jede Drohne dieser Größe an ihre Grenzen, zumal das Kabel zusätzlich Zug erzeugt. Wie du dabei vorgehst, erklären wir im Artikel Fahren bei Strömung.
Gesteuert wird mit der Fernsteuerung und einem Smartphone oder Tablet, auf dem die FIFISH-App das Live-Bild zeigt. Mit der VR-Brille steuerst du die Kamera über Kopfbewegungen. Das macht Spaß, ist für längere Einsätze aber anstrengend. Ein Erfahrungsbericht nennt die Lernkurve steiler als bei einfachen Einsteigerdrohnen. Das deckt sich mit unserer Einschätzung: Die freie Bewegung in alle Richtungen braucht ein paar Einsätze Übung, bis sie sich natürlich anfühlt.



Zubehör und Q-IF-Schnittstelle
Was die V6 Expert wirklich von der V-EVO unterscheidet, ist die Q-IF-Schnittstelle. Darüber lassen sich laut QYSEA mehr als 20 Werkzeuge anschließen, darunter auch ältere Teile für die V6 und V6s. Für Hobbypiloten und Vereine sind vor allem diese interessant:
| Zubehör | Wofür |
|---|---|
| Greifarm (100 N) | Verlorene Gegenstände wie Handys, Schlüssel oder Anker vom Grund holen |
| Bergehaken | Lasten bis 100 kg anhaken und mit einem Seil hochziehen |
| Laser-Maßstab, Entfernungsmesser, Höhenmesser | Größen und Abstände unter Wasser messen, etwa bei Schäden am Steg oder Rumpf |
| 2D-Sonar | Auch in trübem Wasser sehen, was vor der Drohne liegt |
| Zweite Kamera, Halter für Action-Cam, Zusatzlicht | Mehr Blickwinkel und mehr Licht für Filmprojekte |
| Wasserprobe, Sensoren für Sauerstoff, Salz, Trübung, pH | Gewässerkunde, Schulen, Fischerei- und Naturschutzvereine |
| U-QPS, DVL, USBL | Position unter Wasser bestimmen und Drohne auf der Stelle halten (eher Profi-Bereich) |



Wichtig: Fast alles davon kostet extra, einige Module mehrere hundert Euro. Wer sicher weiß, dass er einen Greifarm braucht, fährt mit einem der A-Pakete günstiger als mit dem Nachkauf.
Pakete und Preise
| Paket | Inhalt | Preis (DE) |
|---|---|---|
| M100 | 100 m Kabel, Schaumstoff-Koffer | 2.899 € |
| M200 | 200 m Kabel, robuster Industrie-Koffer | 3.499 € |
| M100A | Greifarm, 100 m Kabel, Industrie-Koffer | 3.899 € |
| M200A | Greifarm, 200 m Kabel, Industrie-Koffer | 4.198 € |
In allen Paketen sind Drohne, Kabelrolle, Fernsteuerung, VR-Brille und Ladegeräte dabei. Für die meisten Seen in Deutschland, Österreich und der Schweiz reicht das M100-Paket: Mit 100 Metern Kabel erreichst du die maximale Tauchtiefe der Drohne, solange du nicht weit vom Ufer weg musst. Das 200-Meter-Kabel lohnt sich, wenn du vom Ufer aus weit hinaus willst oder vom Boot in Strömung arbeitest. Preise laut QYSEA-Shop Deutschland, Stand Oktober 2026. Im Handel schwanken sie, gebrauchte V6-Modelle findest du oft deutlich günstiger. Worauf du beim Gebrauchtkauf achten musst, steht in unserem Ratgeber Unterwasserdrohne gebraucht kaufen.
V6 Expert im Vergleich
| FIFISH V6 Expert | FIFISH V-EVO | Chasing M2 S | |
|---|---|---|---|
| Note | 1,5 | 1,8 | 1,9 |
| Tauchtiefe | 100 m | 100 m | 100 m |
| Video | 4K/30, Zeitlupe 240 fps | 4K/60 | 4K |
| Licht | 6.000 lm | 5.000 lm | 4.000 lm |
| Akku | ca. 156 Wh, fest | 97 Wh, fest | wechselbar |
| Bewegung | 360°, 6 Freiheitsgrade | 360°, 6 Freiheitsgrade | 360°, 8 Antriebe |
| Zubehör | Q-IF, über 20 Werkzeuge | Greifarm, VR, HDMI-Box | großes Zubehör-Angebot |
| Preis | ab 2.899 € | ab 1.599 € | ab ca. 2.270 US-$ |
V6 Expert oder V-EVO? Wenn du vor allem filmen willst, nimm die V-EVO: flüssigere 4K-Videos und 1.300 € gespart. Die V6 Expert lohnt sich, wenn du lange am Stück unter Wasser bleiben willst, in tiefen und dunklen Seen unterwegs bist oder Zubehör wie Sonar oder Messwerkzeuge brauchst.
V6 Expert oder Chasing M2 S? Beide sind Zubehör-Plattformen. Die M2 S hat einen Wechselakku, die V6 Expert mehr Licht, eine Zeitlupe und RAW-Fotos. Ausführlich vergleichen wir die beiden Marken in FIFISH gegen Chasing.
Einsatz an Seen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Ihre Stärken spielt die V6 Expert in tiefen und klaren Alpenseen aus, wo Licht und Laufzeit zählen:
- Walchensee (bis 190 m): Die Steilwände kannst du mit Lagehaltung und geneigter Kamera bis an die Grenze von 100 m abfahren.
- Attersee (bis 169 m): Klares Wasser und große Tiefen, ideal für lange Einsätze mit dem großen Akku.
- Bodensee (bis 251 m): Wracks und Steilwände, für weite Strecken vom Ufer lohnt das 200-m-Kabel.
- Kreidesee Hemmoor (bis ca. 60 m): Rund 40 versenkte Objekte. Vorher unbedingt bei der Tauchbasis um Erlaubnis fragen.
Ob und wo Unterwasserdrohnen erlaubt sind, ist je nach See unterschiedlich. Die Regeln stehen auf jeder Seeseite in unseren Tauchorten.



Vor- und Nachteile
- 6.000 Lumen, das hellste Licht in unserem Vergleich
- Großer Akku mit Schnellladung (90 % in ca. 1 h)
- Zeitlupe mit 240 fps und RAW-Fotos
- Bewegung in alle Richtungen mit Lage- und Tiefenhaltung
- Q-IF-Schnittstelle mit über 20 Werkzeugen
- Speicherkarte von außen wechselbar, 128 GB dabei
- Deutscher Shop von QYSEA
- 4K nur mit 30 Bildern pro Sekunde
- Teuer, vor allem mit Greifarm
- Akku fest eingebaut
- 4,6 kg plus Kabelrolle und Koffer
- Längere Eingewöhnung als bei Einsteigerdrohnen
Im Video
Die offizielle Vorstellung der V6 Expert von QYSEA:
Häufige Fragen
Wie tief kann die FIFISH V6 Expert tauchen?
Bis 100 Meter. Das Kabel gibt es mit 100 oder 200 Metern Länge. Für die maximale Tiefe direkt unter dem Ufer oder Boot reichen 100 Meter Kabel.
Wie lange hält der Akku?
QYSEA gibt bis zu 5 Stunden an. Das gilt für ruhiges Schweben. Bei viel Fahrt, Strömung und voller Beleuchtung ist es deutlich weniger. Nach rund einer Stunde ist der Akku wieder zu 90 % geladen.
Was ist der Unterschied zwischen V6 Expert und V-EVO?
Die V6 Expert hat mehr Licht (6.000 statt 5.000 Lumen), einen größeren Akku, Zeitlupe mit 240 fps, RAW-Fotos und die Q-IF-Schnittstelle für Zubehör. Die V-EVO filmt 4K mit 60 statt 30 Bildern pro Sekunde, ist leichter und 1.300 € günstiger.
Lohnt sich das Paket mit Greifarm?
Ja, wenn du Gegenstände bergen willst. Der Greifarm hat 100 N Greifkraft, und im Paket ist er günstiger als einzeln nachgekauft. Für reines Filmen brauchst du ihn nicht.
Ist die V6 Expert für Anfänger geeignet?
Grundsätzlich ja, die Tiefen- und Lagehaltung helfen sogar. Die freie Bewegung in alle Richtungen braucht aber Übung. Wer nur gelegentlich im Urlaub filmen will, ist mit einer günstigeren Drohne besser bedient, siehe Unterwasserdrohnen unter 1.000 Euro.
Brauche ich eine Genehmigung?
Einen Führerschein brauchst du nicht. Ob Unterwasserdrohnen an einem See erlaubt sind, regelt aber jeder See selbst. Die Regeln findest du auf unseren Tauchort-Seiten.
Fazit
Die FIFISH V6 Expert ist die beste Unterwasserdrohne in unserem Vergleich, aber nicht die beste für jeden. Licht, Laufzeit und Erweiterbarkeit sind in dieser Preisklasse unerreicht. Wer lange, tief und mit Zubehör arbeiten will, bekommt hier das stärkste Gesamtpaket.
Wer vor allem schöne Videos drehen möchte, spart mit der FIFISH V-EVO 1.300 € und bekommt sogar flüssigere 4K-Aufnahmen. Alle Modelle im Überblick findest du in unserer Bestenliste.
Reaktionen und Kommentare zu diesem Artikel findest du im Forum der Unterwasserpiloten.
Ist etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.


